FASTENBRECHEN BEI DER TÜRKISCH-ISLAMISCHEN UNION

Gestern durfte ich beim Fastenbrechen der Türkisch-Islamischen Union in Osterode dabei sein. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut und empfinde diese als große Ehre.

Davetiniz için teşekkür ederim. Vielen Dank für Ihre Einladung.

Der Abend begann mit einer sehr spannenden Führung durch die Moschee und die Räumlichkeiten der Gemeinde. Besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass die Gemeindemitglieder all das selbst aufgebaut haben und so u. a. einen wunderschönen Gebetsraum geschaffen haben. Ich finde es großartig, dass die Moschee allen Muslimen in Osterode offensteht – gleich welcher Glaubensrichtung.

Die Zeit bis zum Sonnenuntergang wurde von einer interkulturellen Darbietung orientalischer Musik wunderbar gefüllt. Bei mir kamen sogleich die Erinnerungen an meine Zeit in Damaskus und Kairo auf, wo ich durch mein Studium der Islamwissenschaften viele für mich unvergessliche Fastenbrechen miterleben konnte. Neben der Hingabe zu Gott, geht es beim Fasten auch um Selbstdisziplin, Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Das alles sind gerade heute wichtige Werte in unserer Gesellschaft.

Schließlich begann das Fastenbrechen und wir wurden von der Gemeinde zu einem unglaublich reichhaltigen und leckeren Essen eingeladen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle fleißigen Helferinnen und Helfer.

Bis kurz vor Mitternacht konnte ich viele interessante Gespräche führen – nur unterbrochen vom Abendgebet, das mir weitere spannende Einblick in das Gemeindeleben ermöglichte.

Als Bürgermeister möchte ich Ansprechpartner und Repräsentant aller Osteroderinnen und Osteroder sein. Dazu gehören selbstverständlich alle Menschen, egal welchen Glaubens. Mein Wunsch ist es, dass wir als Stadt noch enger zusammenwachsen, um Osterode gemeinsam noch lebenswerter zu machen.